Angry Ginge gehört durch seine enge Freundschaft mit Luke Littler längst zu den bekannten Gesichtern der Darts-Szene. Hinter dem Namen steckt der 24-jährige Engländer Morgan Burtwistle, der sich vor allem mit Fußball-Streams und Unterhaltungsvideos eine große Reichweite aufgebaut hat. Zusätzliche Bekanntheit erlangte er durch seinen Sieg bei der britischen Ausgabe des Dschungelcamps.
Inzwischen möchte der YouTuber offenbar nicht mehr nur als Zuschauer und Begleiter in Erscheinung treten. Nach einem Duell mit Littler brachte er einen möglichen Start bei der MODUS Super Series ins Gespräch. Dort treten überwiegend Spieler ohne PDC Tour Card sowie internationale Akteure und ehemalige Profis gegeneinander an.
In einem von Oche180 verbreiteten Interviewausschnitt verwies Angry Ginge auf die Averages der Teilnehmer: „In der MODUS Super Series liegen die Averages zwischen 80 und 100. Wenn ich von jetzt an bis zum Ende des Jahres dranbleibe, würde ich mir zutrauen, dort hineinzukommen.“
Als Grundlage für seine Einschätzung nannte der Streamer eine seiner jüngsten Sessions. Obwohl er zuvor nach eigenen Angaben acht Monate lang keinen Dartpfeil angefasst hatte, erreichte er über sieben Legs einen Average von etwa 70. Bis zum Niveau der stärkeren MODUS-Teilnehmer fehlt damit noch einiges, doch regelmäßiges Training könnte den Abstand zumindest verringern.
Auch die PDC Q-School bleibt für Angry Ginge ein Thema
Die MODUS Super Series ist nicht das einzige sportliche Ziel, über das Morgan Burtwistle öffentlich gesprochen hat. Bereits zu Beginn des Jahres brachte der Engländer eine Teilnahme an der PDC Q-School 2027 ins Spiel. Dabei geht es ihm zunächst nicht darum, unmittelbar eine Tour Card zu gewinnen.
Im Februar erklärte Angry Ginge in der Sendung „Hawksbee and Jacobs“ beim britischen Radiosender talksport, dass er seine Chancen auf ein Weiterkommen realistisch einschätze. Die Q-School sehe er vor allem als Möglichkeit, Erfahrungen unter Wettbewerbsbedingungen zu sammeln „Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ich eine Chance hätte. Aber bei der Q-School geht es für mich eher um die Erfahrung. Was kann es schaden? Einfach hingehen, schauen, worum es geht, es genießen und alles aufnehmen“, sagte der 24-Jährige gegenüber talksport.
Gleichzeitig schloss er eine ernsthaftere Beschäftigung mit dem Sport nicht aus. Sollte er sich künftig täglich vier oder fünf Stunden ans Board stellen, sei aus seiner Sicht nichts unmöglich. Zunächst müsste er allerdings beweisen, dass er sein derzeitiges Niveau nicht nur in lockeren Partien, sondern auch unter Turnierdruck abrufen kann.
Unterstützung erhält der Streamer von Luke Littler. Der zweimalige Weltmeister erklärte im Februar während einer Pressekonferenz vor dem Auftakt der Premier League, dass sein Freund bereits mehrere Legs gegen ihn gewonnen habe. Mit etwas Losglück könne Angry Ginge bei der Q-School durchaus einige Begegnungen für sich entscheiden. Entscheidend sei laut Littler jedoch, dass er konstant mehrere Stunden am Tag trainiere.
Ein Start in der MODUS Super Series ist bislang nicht bestätigt. Die Aussagen zeigen aber, dass Morgan Burtwistle seine Darts-Ambitionen weiterverfolgt. Der Wettbewerb wäre für ihn eine passende Gelegenheit, sein Leistungsvermögen gegen erfahrene Spieler ohne PDC Tour Card zu testen – und herauszufinden, ob aus dem ambitionierten Hobby tatsächlich mehr werden kann.









