MODUS Super Series 2026: Phil Taylor feiert Comeback mit Adrian Lewis

Die ersten Gruppengegner für Phil Taylors angekündigtes Comeback stehen fest. Der 66-jährige Rekordweltmeister spielt gemeinsam mit Adrian Lewis für England beim International Pairs Tournament der MODUS Super Series. Am Donnerstag, 26. November, trifft das Duo in Portsmouth auf Dänemark, die Schweiz sowie drei Doppel, die sich zuvor über Gruppe A qualifizieren. Auch Simon Whitlock und Robert Thornton gehören zum Teilnehmerfeld. Ob es zu einem Wiedersehen mit den früheren Rivalen kommt, hängt vom weiteren Turnierverlauf ab.

Das Nationen-Doppelturnier findet vom 23. bis 28. November 2026 statt. Insgesamt treten 24 Spieler aus zwölf Ländern an. Für den 16-maligen Weltmeister bedeutet der Auftritt keine Rückkehr auf die reguläre PDC-Tour. Nach dem WM-Finale 2018 beendete der Engländer seine Profikarriere, spielte später aber noch bei Seniorenwettbewerben.

Ausschlaggebend für seine Teilnahme ist der frühere Teamkollege Adrian Lewis. Gemeinsam gewannen beide zwischen 2012 und 2016 viermal den World Cup of Darts. Lewis holte außerdem 2011 und 2012 den PDC-Weltmeistertitel. Damit tritt das englische Duo mit einer gemeinsamen Erfolgsgeschichte an, auch wenn die letzte Titelserie inzwischen ein Jahrzehnt zurückliegt.

Wie intensiv sich Phil Taylor auf den Auftritt vorbereitet, erklärte er gegenüber SunSport: „Ich freue mich wirklich darauf. Ich habe jeden Tag trainiert, und wenn man sich das komplette Teilnehmerfeld ansieht, erkennt man, dass es bei diesem Turnier keine leichten Spiele gibt.“ Und fügte hinzu: „Adrian und ich haben eine lange gemeinsame Geschichte und wissen, wie man als Doppel gewinnt. Aber es sind auch viele bekannte Gesichter dabei.“

Zwei dieser bekannten Gesichter standen dem Rekordweltmeister bereits in großen Endspielen gegenüber. Bei der PDC-WM 2010 besiegte er den Australier Simon Whitlock mit 7:3 Sätzen. Zwei Jahre später unterlag „The Power“ dem Schotten Robert Thornton im Finale der UK Open mit 5:11. Thornton gewann damit seinen ersten großen PDC-Titel.

So läuft Taylors Comeback in Portsmouth

Dänemark wird von Ivan Springborg Poulsen und Andreas Toft Jørgensen vertreten, für die Schweiz starten Ansh Sood und Marcel Walpen. Welche drei weiteren Doppel in Gruppe C antreten, entscheidet sich über die Ergebnisse in Gruppe A. Erst danach steht das vollständige Gruppenprogramm der Engländer fest. Auch die möglichen Rivalen treten mit bekannten Partnern an. Simon Whitlock vertritt Australien gemeinsam mit seinem Sohn Mason. Der 2003 geborene Spieler warf bereits Neun-Darter bei der MODUS Super Series und auf der PDC Development Tour.

Robert Thornton bildet das schottische Doppel mit John Henderson, der 2021 gemeinsam mit Peter Wright den World Cup of Darts gewann. Titelverteidiger Belgien setzt auf Andy Baetens und Brian Raman. Für Deutschland starten Daniel Klose und Liam Maendl-Lawrance.

Auf ein mögliches Wiedersehen mit seinen früheren Gegnern angesprochen, sagte Phil Taylor gegenüber SunSport: „Ich habe im Laufe der Jahre einige große Spiele gegen Simon Whitlock und Robert Thornton bestritten. Deshalb wird es schön sein, sie wieder auf der anderen Seite der Abwurflinie zu sehen.“ Er sagte in dem Gespräch weiter:  „Es gibt auch viele Spieler, gegen die ich noch nie angetreten bin, was das Ganze noch interessanter macht.“

Am Samstag, 28. November, kämpfen sechs Duos in der Finalrunde um den Titel. Die Partien werden kostenlos auf Pluto TV übertragen. Das International Pairs Tournament ist ein Sonderformat der MODUS Super Series und kein reguläres PDC-Ranglistenturnier. Warum er für dieses Turnier zurückkehrt, brachte Phil Taylor auf den Punkt: „Ich komme zurück, weil es niemanden gibt, mit dem ich lieber im Doppel spielen würde als mit Adrian.“

Damit ist klar, weshalb der frühere Weltmeister wieder am Oche steht. Ob das englische Erfolgsduo auch sportlich an frühere Zeiten anknüpfen kann, wird sich Ende November in Portsmouth zeigen.

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