MODUS Super Series-Juni-Recap: Coulson schreibt Geschichte – Krcmar setzt den Schlusspunkt

Die MODUS Super Series hat im Juni diess Jahres erneut gezeigt, warum das Format längst mehr ist als nur ein Lückenfüller im Darts-Kalender. Woche für Woche kämpfen Spieler in der MODUS Live Lounge um Finalplätze, Preisgeld und den Einzug in die Champions Week. Der Juni brachte dabei gleich mehrere Geschichten: einen erfahrenen Wochensieger, einen historischen Lauf, ein enges Finale und einen kroatischen Schlusspunkt.

Den Auftakt in den Juni-Block machte David Evans. Der Engländer sicherte sich Woche sechs und setzte sich in der Finals Night gegen Rob Grundy durch. Für Evans war es nicht einfach nur ein weiterer Wochensieg, sondern ein Zeichen dafür, dass Erfahrung in diesem Format enorm viel wert ist. Gerade in kurzen Matches, engen Gruppen und einer Finals Night ohne lange Anlaufzeit zählt weniger die große Bühne als die Fähigkeit, sofort da zu sein.

Derek Coulson sorgt für den Juni-Moment

Der stärkste Einzelmoment des Monats gehörte aber Derek Coulson. Der Waliser blieb in Gruppe A von Woche sieben ungeschlagen und gewann alle 15 Partien. Ein 15:0-Lauf ist in der MODUS Super Series mehr als nur eine schöne Statistik. Er zeigt, wie schwer es ist, in diesem Format über mehrere Tage hinweg den Rhythmus zu halten, ohne auch nur einmal aus der Bahn zu geraten.

Coulson brachte diese Form anschließend auch in die Finals Night. Im Endspiel setzte er sich gegen Oliver Mitchell durch und sicherte sich damit nicht nur den Wochentitel, sondern auch seinen Platz in der Champions Week. Genau solche Wochen machen die Super Series spannend: Es geht nicht nur um einzelne gute Abende, sondern darum, wer den Druck über mehrere Sessions konservieren kann.

Eine Woche später rückte Alec Small in den Mittelpunkt. Small gewann Woche acht nach einem engen Finale gegen Sam Spivey. Bemerkenswert war dabei vor allem der Verlauf: Erst unterlag er Spivey in der Gruppenphase der Finals Night, später bekam er im Endspiel die direkte Revanche und nutzte sie. Das passte perfekt zum Charakter des Formats. Fehler sind erlaubt, solange der nächste Moment sitzt.

Zum Abschluss des Juni-Blocks setzte Boris Krcmar ein Ausrufezeichen. Der Kroate gewann Woche neun und bestätigte dabei seinen Ruf als extrem stabiler Spieler in kompakten Formaten. Krcmar musste nicht über einzelne Glanzmomente kommen, sondern überzeugte über Konstanz, Scoring und Finishing in den entscheidenden Phasen. In einer Woche, in der auch Jack Tweddell stark auftrat, war genau diese Abgeklärtheit der Unterschied.

Der Juni der MODUS Super Series hatte damit mehrere Ebenen: Evans zeigte Erfahrung, Coulson schrieb Geschichte, Small gewann über Revanche und Krcmar über Stabilität. Für Zuschauer ist genau das der Reiz dieses Wettbewerbs. Die Super Series liefert keine große Bühne mit Walk-ons und Hallenlärm, sondern schnellen Turnierdruck, viele enge Legs und Spieler, die jede Woche neu beweisen müssen, dass sie bereit für den nächsten Schritt sind.

Der Blick in den Juli läuft bereits: In Woche zehn hat sich Jack Aldridge nach dem Abschluss von Gruppe A für die Finals Night in Stellung gebracht. Damit bleibt die Super Series auch nach dem starken Juni im Rhythmus, bevor Mitte Juli die letzten Wochenplätze für die Champions Week vergeben werden.

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