Luke Humphries steht im Finale der Premier League Darts 2026. Der Titelverteidiger setzte sich im zweiten Halbfinale der Finals Night im Londoner O2 nach einem dramatischen Match mit 10:9 gegen Jonny Clayton durch und trifft nun im Endspiel auf Luke Littler.
Was lange nach einem kontrollierten Humphries-Sieg aussah, wurde in der Schlussphase noch zu einem echten Nervendrama. Der Engländer führte zwischenzeitlich mit 6:2, verlor danach aber völlig den Zugriff. Clayton kämpfte sich zurück, drehte das Match auf 9:7 – und musste sich am Ende doch im Decider geschlagen geben.
Humphries führt klar, Clayton kommt zurück
Humphries erwischte zunächst den besseren Lauf. Nach ausgeglichenem Start setzte sich der Titelverteidiger über das stärkere Scoring ab und führte mit 6:2. Besonders seine hohen Aufnahmen machten früh den Unterschied. Clayton war auf Doppel nicht schwach, kam aber zu selten in die Position, den Engländer dauerhaft unter Druck zu setzen.
Dann kippte das Match. Clayton stoppte den Lauf zunächst mit einem Finish über Bullseye, fand immer besser ins Scoring und nutzte seine Chancen konsequenter. Aus dem klaren Rückstand wurde ein offenes Halbfinale. Beim Stand von 7:7 war Humphries’ Vorsprung komplett verschwunden.
Der Waliser legte sogar nach und ging mit 9:7 in Führung. Plötzlich stand nicht mehr Humphries kurz vor dem Finale, sondern Clayton vor der großen Wende.
Titelverteidiger rettet sich in den Decider
Humphries musste in dieser Phase alles aufbringen, was ihn in den vergangenen Wochen wieder stark gemacht hatte. Der Titelverteidiger hielt dem Druck stand, glich zum 9:9 aus und erzwang den Decider. Dort stoppte er Claytons Aufholjagd endgültig und sicherte sich den Finaleinzug.
Die Statistiken zeigen, wie eng das Halbfinale war. Humphries beendete das Match mit einem Average von 96,16 Punkten, Clayton lag bei 95,86. Bei den 180ern hatte Clayton mit 8:6 die Nase vorn, Humphries war dafür bei den hohen Aufnahmen insgesamt stabiler und warf 17 Scores von 140 oder mehr.
Auf Doppel war Clayton sogar effizienter. Der Waliser traf neun seiner 21 Versuche und kam auf 42,86 Prozent. Humphries verwandelte zehn von 30 Darts auf Doppel und lag bei 33,33 Prozent. Sein höchstes Finish war allerdings ein 121er-Checkout, während Clayton bei 84 Punkten lag.
Nächstes Finale gegen Littler
Damit kommt es im Endspiel zur nächsten großen Auflage zwischen Humphries und Littler. Littler hatte zuvor Gerwyn Price ebenfalls mit 10:9 geschlagen, nachdem Price einen 4:9-Rückstand fast noch gedreht hatte.
Die Premier League Finals Night liefert damit genau das Finale, auf das viele gewartet haben: Littler gegen Humphries, Nummer eins gegen Titelverteidiger, Tabellenführer gegen den Mann, der sich im zweiten Halbfinale gerade noch aus einem Clayton-Drama gerettet hat.







