Littler vs. Humphries: Erwartetes Finale nach verrücktem Weg

as erwartete Luke-vs-Luke-Finale ist perfekt. Luke Littler und Luke Humphries stehen bei der Premier League Finals Night im Londoner O2 im Endspiel. Doch der Weg dorthin war deutlich dramatischer, als es die Favoritenrollen vor dem Abend vermuten ließen.

Beide Halbfinals gingen über die volle Distanz. Littler setzte sich im ersten Match mit 10:9 gegen Gerwyn Price durch, Humphries folgte wenig später mit einem 10:9 gegen Jonny Clayton. Damit kommt es im Finale zur nächsten großen Auflage zwischen der Nummer eins der Welt und dem Titelverteidiger.

Littler übersteht Price-Comeback

Littler schien sein Halbfinale gegen Price bereits unter Kontrolle zu haben. Der 19-Jährige führte zwischenzeitlich mit 9:4 und stand kurz vor dem Finaleinzug. Doch Price warf noch einmal alles in das Match. Der Waliser kämpfte sich Leg um Leg zurück, feierte ein starkes Highfinish emotional und antwortete nach einer kurzen Ansprache durch den Schiedsrichter direkt mit einer 180.

Aus Littlers klarer Führung wurde plötzlich ein 9:9. Price hatte das Match tatsächlich in den Decider gezwungen und den Tabellenführer an den Rand eines bitteren Einbruchs gebracht. Im letzten Leg stoppte Littler das Comeback jedoch noch rechtzeitig und rettete sich mit 10:9 ins Finale.

Damit blieb Littler auf Kurs zu seinem zweiten Premier-League-Titel. Gleichzeitig musste er deutlich mehr Widerstand überstehen, als es beim Stand von 9:4 noch zu erwarten gewesen war.

Humphries rettet sich gegen Clayton

Das zweite Halbfinale entwickelte sich ähnlich dramatisch. Humphries führte gegen Clayton zunächst mit 6:2 und wirkte auf dem Weg ins Finale lange kontrolliert. Der Titelverteidiger hatte das bessere Scoring, setzte Clayton früh unter Druck und schien seine starke Form der letzten Wochen zu bestätigen.

Dann kippte auch dieses Match. Clayton stoppte den Lauf mit einem Finish über Bullseye, kämpfte sich zurück und drehte die Partie sogar auf 9:7. Plötzlich stand Humphries vor dem Aus. Der Engländer brauchte zwei Legs in Folge, um sich überhaupt noch in den Decider zu retten.

Dort behielt der Titelverteidiger schließlich die Nerven. Humphries gewann das letzte Leg, setzte sich ebenfalls mit 10:9 durch und zog doch noch ins Finale ein. Nach einem scheinbar komfortablen Vorsprung und einem zwischenzeitlichen Rückstand war auch sein Weg ins Endspiel ein echter Nerventest.

Nummer eins gegen Titelverteidiger

Damit bekommt die Premier League Finals Night das Finale, das viele erwartet hatten: Littler gegen Humphries. Die Nummer eins der Welt gegen den Titelverteidiger. Der Tabellenführer der Ligaphase gegen den Spieler, der in den letzten Wochen mit dem stärksten Momentum nach London kam.

Beide mussten im Halbfinale an ihre Grenzen gehen. Littler überstand ein fast vollendetes Price-Comeback, Humphries rettete sich nach einer Clayton-Wende doch noch ins Endspiel. Genau das macht das Finale noch reizvoller: Beide stehen verdient dort, aber keiner kam ohne Wackler durch.

Für Littler geht es darum, die Premier-League-Krone zurückzuholen. Für Humphries geht es um die Titelverteidigung. Nach zwei Halbfinals voller Wendungen ist klar: Dieses Finale ist nicht nur das erwartete Duell der beiden Lukes – es ist der passende Höhepunkt eines völlig verrückten Abends im O2.

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