Littler und Humphries: Warnung von John Part vor dem Achtelfinale

John Part warnt Luke Littler und Luke Humphries vor einem Stolperstart in den World Cup of Darts. England geht gegen Spanien zwar als klarer Favorit ins Achtelfinale, doch der dreimalige Weltmeister sieht in diesem Duell mehr Gefahr, als der Blick auf die Namen zunächst vermuten lässt.

Mit Luke Littler und Luke Humphries bringt England enorme Einzelklasse ans Board. Doch „The Nuke“ und „Cool Hand Luke“ müssen sofort in einem K.-o.-Spiel funktionieren. Spanien hat dagegen bereits Gruppenspiele, Druckmomente und einen engen Sieg hinter sich.

Part sieht Reyes als Gefahr für England

Im Mittelpunkt der Warnung steht Cristo Reyes. Der 38-jährige Spanier setzte gegen Japan ein starkes Ausrufezeichen, als er ein 145er-Checkout über Bull zum 4:3-Sieg ausmachte und Spanien damit in die Runde der letzten 16 brachte.

„Er war eine Weile weg vom Spiel. Jetzt ist er zurück und sieht aus, als hätte er nichts verpasst“, sagte Part im Gespräch mit Oche180 über Reyes. Besonders beeindruckt zeigte sich der frühere Weltmeister von der Ruhe des Spaniers: „Er wirkt so ruhig und kann in diesen Zustand kommen, in dem keine Panik aufkommt.“

Nach dem Verlust seiner Tour Card hatte sich Reyes über die Q-School zurück auf den PDC-Circuit gespielt. Seitdem zeigt seine Formkurve wieder nach oben: Viertelfinals bei den Austrian Darts Open und bei Players Championship 19 unterstreichen, dass Spanien nicht nur mit Bühnenrhythmus, sondern auch mit Selbstvertrauen ins Achtelfinale geht.

England trifft auf Rhythmus statt Kaltstart

Für England geht es nicht nur um die sportliche Favoritenrolle. Littler und Humphries steigen als Topteam direkt in der K.-o.-Phase ein. Das erspart zwar die Gruppenphase, nimmt dem Duo aber auch die Möglichkeit, sich über zwei Spiele in das Turnier hineinzuspielen.

Genau darin sieht Part einen möglichen Vorteil für Spanien. Die Gruppenphase kann für ungesetzte Nationen gefährlich sein, sie kann aber auch Rhythmus geben. Spanien hat die Bühne in Frankfurt bereits erlebt, enge Legs gespielt und mit dem Sieg gegen Japan ein emotionales Finish geliefert. „Wenn sie beim Scoring mithalten und ihr eigenes Scoring produzieren können, weiß man nie“, erklärte Part gegenüber Oche180. Seine Einschätzung fällt deshalb vorsichtig, aber klar aus: „Ich glaube, sie könnten England ein bisschen Probleme bereiten.“

Auch den Turnierrhythmus bewertet Part als Faktor. „Ich glaube, es gibt einen gewissen Vorteil, in der Gruppenphase gespielt zu haben, wenn man sie übersteht“, sagte der Kanadier. Für Spanien könnte genau diese Matchpraxis zum kleinen Pluspunkt werden. Das Duell zwischen England und Spanien ist für die Abendsession angesetzt. Der Beginn wird gegen 20.45 Uhr erwartet, kann sich je nach Dauer der vorherigen Achtelfinals aber noch verschieben.

England bleibt gegen Spanien der klare Favorit. Aber der World Cup of Darts ist kein normales Einzelturnier. Im Doppel zählen nicht nur Namen und Einzelklasse, sondern auch Abstimmung, Rhythmus und der Umgang mit Druck. Genau deshalb ist Parts Warnung keine Sensationsthese, sondern ein Hinweis auf die eigentliche Frage vor Englands erstem Auftritt: Funktionieren Littler und Humphries sofort als Team?

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