International Darts Open: Schindler & Pietreczko verpassen Viertelfinale

Die deutschen Hoffnungen bei den International Darts Open 2026 in Riesa sind vor der Abend-Session beendet. Martin Schindler und Ricardo Pietreczko haben am Finaltag den Einzug ins Viertelfinale verpasst. Pietreczko unterlag Ross Smith mit 4:6, Schindler verlor im letzten Achtelfinale der Nachmittagssession mit 2:6 gegen Cameron Menzies.

Vor allem bei Schindler war die Bühne bereitet. Schon beim Walk-on tobte die Halle, das Publikum sang lautstark mit – und selbst Gegner Menzies ließ sich kurz von der Atmosphäre anstecken. Noch vor dem ersten Dart hatte das Match echten Heimspiel-Charakter. Sportlich konnte Schindler diese Energie aber nicht lange genug in Druck auf dem Board verwandeln.

Schindler fehlt gegen Menzies der Zugriff

Schindler kam gegen Menzies nicht richtig in die Partie. Der Deutsche spielte einen Average von 91,30 Punkten, warf eine 180 und kam auf fünf 140er-Aufnahmen. Im Scoring war er damit nicht völlig abgehängt, doch in den entscheidenden Momenten war Menzies deutlich konsequenter.

Der Schotte traf sechs seiner acht Doppel und kam damit auf eine starke Checkoutquote von 75 Prozent. Schindler brachte dagegen nur zwei seiner neun Versuche auf Doppel ins Ziel. Genau dort kippte das Match klar in Richtung Menzies.

Auch statistisch hatte der Schotte die besseren Spitzen. Menzies spielte 95,61 Punkte im Schnitt, warf drei 180er und nahm ein 102er-Finish mit. Für Schindler endete der Finaltag damit früher als erhofft – trotz einer Halle, die bereit für den nächsten deutschen Riesa-Moment gewesen wäre.

Pietreczko verliert enges Duell gegen Smith

Zuvor hatte bereits Ricardo Pietreczko seine Chance auf die Abend-Session verpasst. Gegen Ross Smith verlor der Deutsche mit 4:6. Die Partie war statistisch enger als Schindlers Niederlage: Pietreczko spielte 91,78 Punkte im Schnitt, Smith kam auf 92,50 Punkte.

Der Unterschied lag auch hier in den Details. Smith warf drei 180er, Pietreczko eine. Auf die Doppel traf der Engländer sechs seiner elf Versuche, Pietreczko nutzte vier von neun Chancen. Das reichte nicht, um Smith dauerhaft unter Druck zu setzen.

Damit verpasste Pietreczko auch das mögliche Viertelfinale gegen Michael van Gerwen. Der Niederländer hatte zuvor mit 6:3 gegen Damon Heta gewonnen und sich nach seinem mühsamen Razma-Sieg deutlich verbessert präsentiert.

Abend-Session ohne deutsche Beteiligung

Für die deutschen Fans bleibt ein stimmungsvoller, aber sportlich enttäuschender Finaltag. Schindler und Pietreczko hatten beide den Sprung ins Achtelfinale der International Darts Open 2026 in Riesa geschafft, doch der nächste Schritt blieb aus. Am Ende entschieden weniger einzelne Ausreißer als die Konstanz in den wichtigen Momenten.

Die Viertelfinals in Riesa finden damit ohne deutsche Beteiligung statt. Fest stehen unter anderem Gian van Veen gegen Ryan Searle, Rob Cross gegen Ryan Joyce, Michael van Gerwen gegen Ross Smith sowie James Wade gegen Cameron Menzies.

Schindlers Walk-on zeigte noch einmal, wie groß die Darts-Euphorie in Riesa war. Doch auf der Bühne zählten danach die Abschlüsse. Dort waren Menzies und Smith in den entscheidenden Phasen stabiler – und beendeten die deutschen Hoffnungen vor der Abend-Session.

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