International Darts Open: Ross Smith gewinnt dramatischen Finalabend in Riesa

Ross Smith hat die International Darts Open 2026 in Riesa gewonnen. Der Engländer setzte sich im Finale mit 8:3 gegen Ryan Searle durch und krönte damit einen starken Finalabend, an dem er zuvor bereits Michael van Gerwen und Cameron Menzies ausgeschaltet hatte.

Das Finale selbst war nicht das spektakulärste Match des Abends, aber Smith war in den entscheidenden Momenten konsequenter. Searle spielte mit 90,11 Punkten zwar den etwas höheren Average, traf aber nur drei seiner 16 Doppel. Ross Smith kam auf 88,78 Punkte im Schnitt, nutzte acht seiner 21 Checkout-Versuche und zog das Endspiel nach früher Führung kontrolliert auf seine Seite.

Smith gewinnt Finale gegen Searle mit klarer Doppelstärke

Ross Smith startete besser ins Finale und führte früh mit 3:1. Diesen Vorsprung ließ er sich nicht mehr nehmen. Searle fand zwar immer wieder ins Scoring, brachte seine Chancen auf die Doppel aber nicht konsequent genug ins Ziel. Genau dort lag der Unterschied.

Smith warf drei 180er, kam auf 13 Aufnahmen von 100 oder mehr Punkten und checkte 38,1 Prozent seiner Doppel. Searle hatte zwar elf 140er-Aufnahmen und ebenfalls elf 100+-Scores, blieb mit 18,75 Prozent auf die Doppel aber deutlich zu schwach, um das Finale noch einmal eng zu machen.

Damit endete Searles Lauf nach einem dramatischen Halbfinale gegen Rob Cross im Endspiel. Smith dagegen blieb auch im vierten Match des Finaltags stabil genug, um den Titel nach Hause zu bringen.

Searle gewinnt Decider gegen Cross und steht im Finale

Ryan Searle hatte sich zuvor als erster Spieler für das Finale qualifiziert. Im Viertelfinale stoppte er Gian van Veen, der am Nachmittag noch mit einem 103er-Average geglänzt hatte. Am Abend war van Veen deutlich schwächer unterwegs, während Searle stabil blieb, 98,86 Punkte im Schnitt spielte und sechs seiner zehn Doppel traf. Dazu setzte er mit einem 149er-Finish den Höhepunkt der Partie.

Im Halbfinale gegen Rob Cross wurde es anschließend deutlich enger. Searle setzte sich mit 7:6 durch und musste dabei bis in den Decider arbeiten. Besonders wichtig war das elfte Leg, in dem Searle mit einem Highfinish zum 6:5 die Tür zum Finale weit aufstieß. Cross kam noch einmal zurück und erzwang das Entscheidungsleg, doch Searle blieb im letzten Moment stabil und machte den Finaleinzug perfekt.

Für Cross endete damit ein Abend, an dem er zuvor bereits Ryan Joyce in einem engen Viertelfinale mit 6:5 ausgeschaltet hatte. Joyce spielte in dieser Partie zwar den höheren Average, doch Cross war auf die Doppel effizienter und gewann den Decider. Gegen Searle reichte es dann nicht mehr für den nächsten engen Sieg.

Smith stoppt van-Gerwen-Comeback im Decider

Ross Smith musste auf dem Weg ins Finale zunächst durch eines der dramatischsten Matches des Abends. Gegen Michael van Gerwen führte der Engländer bereits mit 4:0. Die Halle in Riesa war vor dem Auftritt des Niederländers ohnehin schon laut gewesen, und als van Gerwen Leg für Leg zurückkam, wurde das Viertelfinale endgültig zum Stimmungsmoment.

Beim 5:5 war das Comeback komplett – doch Smith ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Im Decider behielt er die Nerven und gewann 6:5. Statistisch war es kein hochklassiges Match, aber ein extrem spannendes. Van Gerwen spielte zwar den höheren Average, traf jedoch nur fünf seiner 21 Doppel. Smith nutzte sechs seiner 17 Checkout-Versuche und brachte den Vorsprung am Ende doch noch ins Ziel.

Damit war van Gerwen raus, obwohl er nach dem 0:4-Rückstand noch einmal alles in die Partie geworfen hatte. Smith bekam nach seinem 6:4 gegen Ricardo Pietreczko am Nachmittag den nächsten großen Sieg – und ging mit entsprechendem Selbstvertrauen ins Halbfinale.

Ross Smith zerstört den Menzies-Lauf komplett: 7:0 im Halbfinale

Ross Smith beendete den emotionalen Lauf von Cameron Menzies im zweiten Halbfinale abrupt. Der Schotte war nach seinem Viertelfinalsieg gegen James Wade noch völlig aus dem Häuschen gewesen, fand gegen Smith aber überhaupt nicht in die Partie. Smith nutzte seine Chancen eiskalt, traf sieben seiner elf Doppel und zog mit einem klaren 7:0 ins Finale ein. Besonders bitter für Menzies: Er bekam fünf Darts auf Doppel, traf aber keinen einzigen.

Smith spielte dabei keinen überragenden Average, war aber in den entscheidenden Momenten gnadenlos. 93,94 Punkte im Schnitt, drei 180er, ein 146er-Highfinish und 63,64 Prozent auf die Doppel reichten für einen Whitewash, der den Menzies-Abend hart stoppte. Nach Siegen gegen Martin Schindler und James Wade endete der starke Riesa-Lauf des Schotten damit ohne eigenes Leg im Halbfinale.

Menzies hatte zuvor für einen der emotionalsten Momente des Abends gesorgt. Nach seinem 6:4 gegen Wade war er völlig aus dem Häuschen und feierte den Einzug ins Halbfinale minutenlang ausgelassen, sichtbar überwältigt von diesem Moment. Für Menzies war es das erste Halbfinale auf der European Tour in dieser Saison – doch gegen Smith wurde aus der großen Euphorie ein harter Cut.

Für Ross Smith wurde der Finalabend dagegen zur perfekten Steigerung. Erst überstand er van Gerwens Comeback, dann stoppte er Menzies ohne Legverlust, schließlich gewann er das Finale gegen Searle klar mit 8:3. Riesa bekam damit keinen deutschen Sieger, aber einen Finalabend mit mehreren Wendepunkten – und am Ende einen Champion, der seine wichtigsten Darts in den entscheidenden Momenten traf.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert