International Darts Open 2026: Stephen Buntings Titelverteidigung als seltene Chance

Stephen Bunting kehrt nach Riesa zurück – und diesmal kommt er als Titelverteidiger. Bei der International Darts Open 2026 beginnt für „The Bullet“ am Samstag die Mission, seinen European-Tour-Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen.

Der Engländer steigt als gesetzter Spieler erst in der zweiten Runde ein. Dort trifft Bunting auf den Sieger des Erstrundenduells zwischen Krzysztof Ratajski und Cristo Reyes. Gespielt wird die International Darts Open vom 22. bis 24. Mai in Riesa, der Turniersieger erhält ein Preisgeld von 35.000 Pfund.

Bunting jagt seltene Titelverteidigung

Für Bunting geht es in Sachsen nicht nur um den nächsten Turniersieg, sondern um ein Kunststück, das auf der European Tour nur wenigen Spielern gelungen ist. Sollte er die International Darts Open erneut gewinnen, wäre er erst der sechste Spieler, der einen European-Tour-Titel erfolgreich verteidigt.

Wie viel ihm der Triumph im Vorjahr bedeutete, machte Bunting schon nach seinem Finalsieg 2025 deutlich. „Es fühlt sich unglaublich an. Ich bin so glücklich, gewonnen zu haben“, sagte er damals nach dem Titelgewinn. Besonders die European-Tour-Bühnen hob er hervor: Woche für Woche vor den besten Fans des Sports gegen die besten Spieler der Welt anzutreten, sei „absolut fantastisch“.

Genau deshalb ist seine Rückkehr nach Riesa mehr als ein gewöhnlicher Turnierstart. Bunting kommt an einen Ort zurück, an dem er einen der wichtigsten Momente seiner Karriere erlebte. 2025 besiegte er auf dem Weg zum Titel unter anderem Darius Labanauskas, Cameron Menzies, Karel Sedlacek und Luke Humphries, ehe er im Finale Nathan Aspinall mit 8:5 schlug.

Auftaktgegner kann direkt gefährlich werden

Ein Selbstläufer wird der Start in die Titelverteidigung allerdings nicht. Mit Krzysztof Ratajski oder Cristo Reyes wartet direkt ein Gegner, der Bunting fordern kann. Ratajski steht seit Jahren für Erfahrung, Kontrolle und unangenehme Konstanz. Reyes bringt ebenfalls reichlich Bühnenerfahrung mit und ist kein Name, den man in einem Auftaktspiel unterschätzen sollte.

Gerade auf der European Tour kann ein gesetzter Platz trügerisch sein. Die Topspieler steigen zwar erst am Samstag ein, bekommen dann aber sofort Gegner, die bereits ein Match auf der Bühne gewonnen haben. Für Bunting bedeutet das: Er kommt als Titelverteidiger, muss aber ohne Anlaufzeit liefern.

Das macht seinen Auftritt in Riesa reizvoll. Einerseits reist Bunting mit der Erinnerung an ein starkes Vorjahr an. Andererseits zählt dieser Titel ab dem ersten Leg nichts mehr, wenn der Rhythmus nicht sofort stimmt. Die Geschichte der möglichen Titelverteidigung ist groß, doch der Weg dorthin beginnt mit einer gefährlichen zweiten Runde.

Für das Turnier ist Stephen Buntings Rückkehr als Vorjahressieger einer der natürlichen Aufhänger. Für ihn selbst ist es die Gelegenheit, aus einem starken Riesa-Moment mehr zu machen: nicht nur einen einzelnen Triumph, sondern den Beweis, dass er auf dieser Bühne erneut liefern kann.

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