Bei den International Darts Open 2026 geht es heute in Riesa um den Titel. Am Finaltag stehen zunächst die Achtelfinals auf dem Programm, am Abend folgen Viertelfinale, Halbfinale und Finale. Aus deutscher Sicht ruhen die Hoffnungen weiter auf Martin Schindler und Ricardo Pietreczko.
Beide haben den Sprung in die Runde der letzten 16 geschafft, beide stehen nun aber vor anspruchsvollen Aufgaben. Pietreczko trifft am Nachmittag auf Ross Smith, Schindler bekommt es im letzten Achtelfinale der Session mit Cameron Menzies zu tun. Für die deutschen Fans in der WT Energiesysteme Arena bleibt der Sonntag damit hochinteressant.
Schindler gegen Menzies: Das letzte deutsche Spiel der Nachmittagssession
Martin Schindler musste am Samstagabend gegen Karel Sedláček lange arbeiten, setzte sich am Ende aber mit 6:5 durch. Damit steht Deutschlands Nummer eins erneut am Finaltag eines European-Tour-Turniers und kann in Riesa weiter auf einen tiefen Lauf hoffen.
Im Achtelfinale wartet nun Cameron Menzies. Der Schotte hatte in der zweiten Runde ein starkes Ausrufezeichen gesetzt und Josh Rock mit 6:4 ausgeschaltet. Für Schindler wird das deshalb kein Spiel, in dem nur die Kulisse für ihn spricht. Menzies bringt Tempo, Scoring-Power und Selbstvertrauen mit.
Für Schindler geht es aber auch um mehr als nur den Einzug ins Viertelfinale. Riesa ist für ihn ein besonderer Ort auf der European Tour, und ein weiterer Erfolg am Finaltag würde seine stabile Rolle in der erweiterten europäischen Spitze erneut unterstreichen. Vor heimischem Publikum ist die Chance da, aus einem guten Wochenende ein sehr gutes zu machen.
Pietreczko gegen Smith: Chance auf ein wichtiges Signal
Ricardo Pietreczko hat sich in Riesa bereits zweimal durchgesetzt. Zum Auftakt gewann er gegen Maik Kuivenhoven mit 6:2, danach folgte ein enger 6:5-Erfolg gegen Danny Noppert. Gerade dieser Sieg war wichtig, weil Pietreczko gegen einen erfahrenen und gesetzten Gegner bestehen musste.
Nun wartet Ross Smith. Der Engländer setzte sich am Samstag gegen Joe Cullen mit 6:3 durch und gehört zu den Spielern, die auf der European Tour jederzeit gefährlich werden können. Für Pietreczko ist die Partie deshalb eine weitere Standortbestimmung.
Ein Viertelfinaleinzug wäre für ihn nicht nur sportlich wertvoll, sondern auch ein wichtiges Signal nach zuletzt wechselhaften Wochen. Pietreczko braucht derzeit vor allem Stabilität, gute Bühnenmomente und Matches, in denen er enge Situationen zu seinen Gunsten entscheidet. Genau dafür bietet Riesa nun die passende Bühne.
Van Gerwen, Bunting und van Veen ebenfalls im Titelrennen
Neben den beiden deutschen Achtelfinals bietet der Finaltag mehrere hochkarätige Duelle. Gian van Veen eröffnet die Session gegen Kevin Doets, Titelverteidiger Stephen Bunting trifft auf Rob Cross. Michael van Gerwen bekommt es mit Damon Heta zu tun, außerdem spielen James Wade und Wessel Nijman um den Einzug ins Viertelfinale.
Am Abend wird der Titel ausgespielt. Die Viertelfinals beginnen um 18 Uhr, danach folgen Halbfinale und Finale. Für den Turniersieger geht es um 35.000 Pfund Preisgeld. Das Preisgeld zählt unter anderem für die PDC Order of Merit, die ProTour Order of Merit und die European Tour Order of Merit.
Für Schindler und Pietreczko ist der Weg anspruchsvoll, aber offen. Beide stehen am Finaltag, beide haben ihre erste Aufgabe bereits gelöst. Jetzt entscheidet sich, ob aus einem soliden deutschen Riesa-Wochenende ein besonderer European-Tour-Sonntag wird.










