International Darts Open 2026: Pietreczko, Springer & Schindler im Fokus

Die International Darts Open 2026 bringen die European Tour zurück nach Riesa – und aus deutscher Sicht wird das Wochenende besonders interessant. In der WT Energiesysteme Arena stehen nicht nur wichtige Preisgelder und Ranglistenpunkte auf dem Spiel. Für Ricardo Pietreczko, Niko Springer und Martin Schindler geht es auch um sportliche Signale in einer Phase, in der jeder Auftritt auf der großen Bühne zählt.

Das Turnier findet vom 22. bis 24. Mai statt und ist das siebte Event der European Tour 2026. Gespielt wird im klassischen K.o.-System, die gesetzten Spieler steigen erst in der zweiten Runde am Samstag ein. Damit beginnt das deutsche Wochenende zunächst mit den Erstrundenpartien – bevor Martin Schindler als gesetzter Spieler am zweiten Turniertag ins Geschehen eingreift.

Pietreczko am Nachmittag, Springer am Abend

Der erste Turniertag ist aus deutscher Sicht auf beide Sessions verteilt. Bereits in der Nachmittagssession ab 13 Uhr stehen mehrere deutsche Spieler am Board. Finn Behrens trifft auf Connor Scutt, Michael Unterbuchner bekommt es mit Cameron Menzies zu tun. Danach rückt Ricardo Pietreczko in den Fokus: Er spielt gegen Maik Kuivenhoven und könnte mit einem Sieg ein Zweitrundenduell mit Danny Noppert erreichen.

Direkt im Anschluss wird auch der mögliche Auftaktgegner von Martin Schindler ermittelt. Karel Sedláček trifft auf Johan Engström – der Sieger dieser Partie spielt am Samstag gegen Schindler. Gerade Sedláček ist dabei ein Name, den man nicht unterschätzen sollte: Der Tscheche bringt viel European-Tour-Erfahrung mit und wäre für Schindler ein unangenehmer Auftaktgegner.

In der Abendsession ab 19 Uhr folgen weitere deutsche Auftritte. Liam Maendl-Lawrance steht gegen Dave Chisnall vor einer schweren Aufgabe, Paul Krohne trifft auf William O’Connor. Später am Abend spielt Niko Springer gegen Charlie Manby. Für Springer ist es eine gute Gelegenheit, seine Entwicklung auf der European Tour weiter zu bestätigen. Bei einem Sieg würde in Runde zwei Ryan Searle warten.

Schindler steigt am Samstag ein

Martin Schindler muss als gesetzter Spieler erst am Samstag ans Board. Deutschlands Nummer eins trifft dann auf den Sieger der Partie zwischen Karel Sedláček und Johan Engström. Für Schindler ist Riesa ein besonderer Ort: 2024 gewann er dort seinen ersten Titel auf der European Tour und setzte damit einen Meilenstein für den deutschen Dartsport.

Auch 2026 geht es für ihn um mehr als nur einen gelungenen Auftakt. Schindler zählt in Riesa zu den Spielern, die mit dem Publikum im Rücken weit kommen können. Gleichzeitig ist die Konkurrenz hochkarätig besetzt. Michael van Gerwen, Gerwyn Price, Stephen Bunting, Josh Rock, Gian van Veen und weitere bekannte Namen stehen ebenfalls im Feld.

Riesa als wichtiger Prüfstein vor dem Darts-Sommer

Die International Darts Open sind auch deshalb wichtig, weil die European Tour eng mit der Qualifikation für die European Darts Championship verbunden ist. Jeder Sieg kann im weiteren Saisonverlauf Gewicht bekommen. Gerade für die deutschen Spieler ist Riesa damit eine Gelegenheit, sich vor heimischem Publikum zu zeigen und zugleich wichtige Punkte für die Ranglisten zu sammeln.

Pietreczko sucht nach einem stabilen Auftritt, Springer will seine Entwicklung weiter bestätigen, Schindler geht als deutscher Hoffnungsträger in das Wochenende. Damit ist Riesa aus deutscher Sicht eines der spannendsten Turniere dieser European-Tour-Saison.

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