Nach dem hitzigen Duell zwischen Luke Littler und Gian van Veen hat sich nun auch Schiedsrichter Huw Ware zu der Szene geäußert. Während Fans und Experten das Verhalten der beiden Spieler intensiv diskutierten, blieb der Referee während des Spiels unauffällig – und genau das erklärt er nun.
Ware machte deutlich, dass er die Situation auf der Bühne selbst kaum wahrgenommen habe. „Aus meiner Perspektive habe ich eigentlich nicht genau mitbekommen, was da passierte“, erklärte er rückblickend laut talksport.
Fokus liegt auf dem Spiel – nicht auf Emotionen
Der Grund dafür liegt in der Rolle des Schiedsrichters. Während eines Matches konzentriert sich der Caller nahezu ausschließlich auf das Spielgeschehen – insbesondere auf die Darts am Board. Interaktionen zwischen Spielern geraten dabei schnell in den Hintergrund.
Ware betonte, dass es für ihn keinen Anlass gegeben habe, einzugreifen. Beide Spieler hätten sich professionell verhalten und die Partie ordnungsgemäß zu Ende gespielt. Gerade bei engen Matches mit hoher Intensität seien emotionale Reaktionen nicht ungewöhnlich. Entscheidend sei aus Sicht des Schiedsrichters, dass das Spiel ohne Regelverstöße abläuft.
Szene sorgt weiterhin für Diskussionen
Trotz der gelassenen Einschätzung des Schiedsrichters bleibt die Szene ein Diskussionsthema. Auslöser war Littlers Reaktion auf einen verpassten Matchdart von van Veen, die vom Niederländer als respektlos wahrgenommen wurde.
Van Veen ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen und gewann das Spiel mit 6:5. Die anschließende Stimmung blieb angespannt, der Handshake wirkte kühl – ein Zeichen dafür, dass die Situation auch nach dem letzten Dart nicht vollständig geklärt war.
Für Ware selbst hat der Vorfall keine langfristigen Konsequenzen. Der Referee machte deutlich, dass solche Szenen keinen Einfluss auf zukünftige Einsätze oder Entscheidungen haben werden.
Damit unterstreicht er eine zentrale Rolle im Profi-Darts: Neutralität. Auch bei hitzigen Duellen bleibt der Schiedsrichter ausschließlich dem Spiel verpflichtet – nicht den Emotionen drumherum.
Mehr Fokus auf Spieler als auf Offizielle
Die Aussagen von Ware zeigen vor allem eines: Während Fans und Experten einzelne Szenen intensiv analysieren, nehmen Offizielle diese oft ganz anders wahr. Für sie steht der Ablauf des Spiels im Mittelpunkt – nicht die Gesten oder Reaktionen daneben.
Damit verschiebt sich der Fokus wieder zurück auf die Spieler selbst. Die Diskussion um das Verhalten von Littler und van Veen dürfte dennoch weitergehen – auch unabhängig davon, wie die Szene aus Sicht des Schiedsrichters bewertet wird.







