Raymond Smith gehört vor den Australian Darts Masters 2026 zu den interessantesten Spielern aus dem australischen Teilnehmerfeld. Der 46-Jährige reist mit reichlich Selbstvertrauen nach Wollongong, nachdem er erst am vergangenen Wochenende beim New Zealand Darts Masters in Auckland bis ins Halbfinale vorgedrungen war. Gleichzeitig sieht „The Guru“ den Dartsport in Australien und Neuseeland derzeit in einer bemerkenswerten Wachstumsphase.
In Auckland hatte der Australier eindrucksvoll gezeigt, dass mit ihm auch auf der großen Bühne zu rechnen ist. In der ersten Runde bezwang er Stephen Bunting mit 6:2 und spielte dabei einen Average von 99,81 Punkten. Noch auffälliger war seine Doppelquote: Sechs seiner sieben Versuche auf die Doppelfelder fanden ihr Ziel. Im Viertelfinale setzte er sich anschließend gegen seinen Landsmann Adam Leek durch, ehe Gerwyn Price seinen Lauf im Halbfinale stoppte.
Für Smith war der Auftritt in Neuseeland gleichzeitig die Rückkehr auf eine World-Series-Bühne nach acht Jahren. „Es fühlt sich ziemlich großartig an. Es ist acht Jahre her, seit ich zuletzt auf einer PDC-Bühne gespielt habe“, erklärte der Australier nach seinem Sieg gegen Bunting gegenüber der PDC.
Raymond Smith spricht über Wachstum des australischen Dartsports
Die gute Form des 46-Jährigen kommt nicht überraschend. Er führt derzeit die Rangliste der Australian Darts Association an und hat allein in der ersten Hälfte des Jahres 2026 bereits fünf Titel auf dem ADA-Circuit gewonnen. Zuvor erreichte er außerdem das Finale der ersten ANZ Premier League.
Im Gespräch mit dem Weekly Dartscast sprach Smith ausführlich über die Entwicklung des Dartsports in Australien und Neuseeland. Gleichzeitig stellt die wachsende Zahl an Wettbewerben die Spieler vor neue Herausforderungen. „Aus unserer Sicht geht es wohl hauptsächlich um das Timing“, erklärte Smith. „Unser Kalender ist bereits ziemlich voll – zwischen Darts Australia, der ADA, den Clubveranstaltungen und der Unterstützung des eigenen Bundesstaates. Deshalb ist es sehr, sehr schwierig geworden.“
Besonders bildlich beschrieb „The Guru“ die Situation mit Blick auf die immer größere Zahl an Veranstaltungen. Die Spieler versuchten inzwischen, zeitlich „Tetris zu spielen“, um nationale, regionale und internationale Termine miteinander zu vereinbaren.
Trotzdem bewertet der Australier die Entwicklung positiv. „Es ist wirklich aufregend zu sehen, dass wir diese Chancen bekommen“, sagte er über die zusätzlichen Möglichkeiten für Spieler aus der Region.
Bei den Australian Darts Masters 2026 erhält Raymond Smith nun direkt die nächste Gelegenheit, seine starke Form zu bestätigen. Das Turnier findet am 21. und 22. August im Entertainment Centre in Wollongong statt. Der Australier gehört dabei zu acht Spielern aus Australien und Neuseeland, die auf die acht gesetzten PDC-Vertreter treffen.
Nach seinem Halbfinaleinzug in Auckland wartet heute allerdings sofort eine anspruchsvolle Aufgabe. Zum Auftakt trifft „The Guru“ auf den an Position zwei gesetzten Gian van Veen. Damit kann er direkt zeigen, ob er seine starke Form aus Neuseeland auch bei den Australian Darts Masters 2026 fortsetzen kann. Das Turnier in Wollongong bietet ihm damit die nächste große Bühne innerhalb der World Series of Darts.










