Bei den Australian Darts Masters wird 2026 erstmals die Kyle Anderson Trophy vergeben. Mit der besonderen Trophäe erinnert die PDC an einen der bedeutendsten australischen Spieler der jüngeren Darts-Geschichte.
Die Australian Darts Masters finden am 21. und 22. August im Entertainment Centre in Wollongong statt. Der Sieger der Australian Darts Masters nimmt den neu benannten Pokal als erster Spieler mit nach Hause. Die PDC hatte die Ehrung bereits nach der Ausgabe 2025 angekündigt und die Familie des 2021 verstorbenen Australiers in die Gestaltung der Trophäe einbezogen.
PDC-Geschäftsführer Matt Porter hob Andersons Bedeutung für den Dartsport in seiner Heimat hervor. „Kyle war ein Wegbereiter für das, wofür die World Series stehen soll“, erklärte Porter. Die Serie solle einheimischen Spielern die Möglichkeit geben, sich auf großer Bühne mit der Weltelite zu messen – genau diesen Weg habe Anderson erfolgreich beschritten.
Auch seine Ehefrau Tara Anderson begrüßte die Würdigung. „Wir sind der PDC sehr dankbar, Kyle auf diese Weise zu ehren“, erklärte sie im Namen der Familie. Für die Australian Darts Masters erhält das Andenken an den früheren Publikumsliebling damit einen festen Platz.
Anderson stammte aus Perth, trug den Spitznamen „The Original“ und war stolz auf seine indigene Noongar-Herkunft. International machte er bei der PDC-Weltmeisterschaft 2014 auf sich aufmerksam, als ihm gegen Ian White ein Neun-Darter gelang. Einen weiteren perfekten Durchgang spielte er 2017 bei der Europameisterschaft gegen Michael van Gerwen.
Sein sportlich größter Erfolg folgte ebenfalls 2017. Zunächst gewann Anderson bei der Players Championship 17 seinen ersten PDC-Titel. Wenig später triumphierte er bei den Auckland Darts Masters. Auf dem Weg zum Titel bezwang er Gary Anderson, Simon Whitlock und James Wade, ehe er das Finale gegen Corey Cadby mit 11:10 gewann. Es blieb sein einziger Titel vor TV-Kameras.
Heimstars jagen bei den Australian Darts Masters die besondere Trophäe
Sportlich richtet sich der Blick vor allem auf Damon Heta und Simon Whitlock. Heta war ein früherer Schulkamerad Andersons und nahm später einen ähnlichen Weg aus dem australischen Darts in die PDC. Für ihn dürfte der Kampf um die Kyle Anderson Trophy deshalb eine besonders persönliche Bedeutung besitzen.
Whitlock steht bei den Australian Darts Masters bereits zum 19. Mal bei einem australischen World-Series-Turnier auf der Bühne – häufiger als jeder andere Spieler. Der langjährige Publikumsliebling zählt damit ebenfalls zu den prägenden heimischen Figuren des Wochenendes.
Zum internationalen Feld gehören unter anderem Gian van Veen, Gerwyn Price und Jonny Clayton. Clayton reist nach seinem Triumph bei den New Zealand Darts Masters mit Rückenwind nach Wollongong. Titelverteidiger Luke Littler nimmt dagegen nicht an den Australian Darts Masters teil. Damit steht schon vor dem ersten Anwurf fest, dass die neue Trophäe einen anderen Namen tragen wird als der Siegerpokal von 2025.
Die Kyle Anderson Trophy verbindet sportlichen Wettbewerb und Erinnerung auf stimmige Weise. Jeder künftige Sieger der Australian Darts Masters wird damit zugleich an einen Spieler erinnern, der vielen australischen Profis den Weg auf die große Bühne gezeigt hat.










