Nathan Aspinall hat beim German Darts Grand Prix 2026 nicht nur sportlich überzeugt – sondern auch mit einer unerwarteten Entscheidung für Aufsehen gesorgt. Der Engländer trat in München plötzlich nicht mehr zu seinem ikonischen Walk-on „Mr. Brightside“ auf, sondern setzte stattdessen komplett auf Eminem. Eine Veränderung, die viele Fans überraschte – und die eng mit seiner aktuellen Situation zusammenhängt.
Bruch mit einer Darts-Hymne: Aspinall setzt auf Eminem
Seit Jahren ist „Mr. Brightside“ von The Killers fest mit Nathan Aspinall verbunden. Kaum ein Walk-on wird so laut mitgesungen – der Song ist längst Teil seiner Identität geworden.
Doch in München kam es zum Bruch: Im Halbfinale gegen Kevin Doets lief Aspinall komplett zu Eminems „Lose Yourself“ ein – ohne den sonst üblichen Übergang zu seinem Klassiker. Die Reaktion in der Halle: überraschend positiv. Der neue Walk-on wurde vom Publikum sofort angenommen – und passte auffällig gut zur kämpferischen Energie, die Aspinall an diesem Abend ausstrahlte.
Der Hintergrund: Neustart im Kopf
Die Entscheidung ist kein Zufall. Aspinall hatte zuletzt offen über mentale Probleme gesprochen und eingeräumt, aktuell nicht seine beste Phase zu erleben. Genau hier setzt der neue Walk-on an.
Eminems „Lose Yourself“ steht wie kaum ein anderer Song für Fokus, Druck und den Moment, alles zu nutzen – eine klare Botschaft, die zu Aspinalls Situation passt. Schon in der Vergangenheit hatte er mit einem Mix aus Eminem und „Mr. Brightside“ experimentiert, jetzt ging er den nächsten Schritt. Das Ziel: frische Energie, neuer mentaler Zugang und bewusstes Zeichen für Veränderung.
München als Wendepunkt: Titel bestätigt die Entscheidung
Dass Aspinall genau bei diesem Turnier den Walk-on wechselte, ist kein Zufall – und im Nachhinein fast schon symbolisch. Der Engländer spielte sich durch das Feld und krönte seine Woche schließlich mit dem Turniersieg. 8:5 im Finale gegen Danny Noppert und vierter European-Tour-Titel seiner Karriere
Noch wichtiger: Aspinall wirkte wieder emotional, präsent und kämpferisch – genau die Qualitäten, die ihn in der Vergangenheit ausgezeichnet haben. Seine eigenen Worte nach dem Turnier unterstreichen das: Die Fans in München hätten ihm „die Liebe zum Darts zurückgegeben“.
Mehr als nur ein Walk-on
Der Wechsel von „Mr. Brightside“ zu Eminem ist mehr als nur eine musikalische Spielerei.
Er steht für:
- einen mentalen Neustart
- den Versuch, alte Muster zu durchbrechen
- die Suche nach neuer Motivation
Gerade im modernen Darts, wo mentale Stärke oft den Unterschied macht, können solche Details entscheidend sein. Aspinall hat in München gezeigt: Manchmal beginnt ein Comeback nicht am Board – sondern mit einem neuen Gefühl beim Walk-on.







