Die Professional Darts Corporation (PDC) hat die internationale Qualifikationsstruktur für die kommende PDC World Darts Championship 2026/27 angepasst und erstmals zwei direkte Startplätze für afrikanische Spieler bestätigt. Hintergrund ist die zunehmende Entwicklung des Dartsports auf dem Kontinent – nicht zuletzt durch die Aufmerksamkeit rund um den kenianischen Spieler David Munyua.
Munyua hatte bei der vergangenen Weltmeisterschaft für Aufsehen gesorgt, als er bei seinem Debüt auf der großen Bühne einen Überraschungssieg feiern konnte. Sein Auftritt wurde von vielen Beobachtern als Signal gewertet, dass sich der Dartsport auch außerhalb der traditionellen Kernmärkte weiter professionalisiert. Die PDC reagiert nun mit einer strukturellen Anpassung.
Zwei afrikanische Qualifikationswege
Künftig werden zwei afrikanische Teilnehmer über separate Qualifikationsturniere ihr WM-Ticket lösen. Geplant ist eine Aufteilung in ein nordafrikanisches sowie ein südliches Afrika-Qualifikationsevent. Damit erhalten mehr Spieler aus der Region die realistische Chance, sich für das größte Turnier im Darts zu qualifizieren.
Die PDC World Darts Championship wird weiterhin mit einem 128-Spieler-Feld ausgetragen. Neben den Top 40 der Order of Merit und den Top 40 der ProTour-Rangliste werden internationale Startplätze über verschiedene regionale Qualifikationsturniere vergeben. Afrika erhält nun erstmals eine doppelte Berücksichtigung.
Internationalisierung des Sports schreitet voran
Die Entscheidung unterstreicht den globalen Expansionskurs der PDC. Während Europa weiterhin den Kernmarkt bildet, wächst das Interesse am Dartsport in Regionen wie Asien, Nordamerika und zunehmend auch in Afrika.
Für die Spieler bedeutet die neue Struktur vor allem Planungssicherheit und eine klarere Perspektive. Für den Sport insgesamt ist es ein weiterer Schritt hin zu einer breiteren internationalen Basis – mit der Weltmeisterschaft als zentraler Bühne.







