Nachdem Mike De Decker bei der PDC World Darts Championship 2026 in der ersten Runde gegen den Kenianer David Munyua ausgeschieden ist, hat sich der belgische Profi überraschend offen zu seiner mentalen Krise geäußert. In einem Interview mit Tungsten Tales blickt De Decker auf eine Phase zurück, die ihn nahezu vollständig vom Dartsport hat abkapseln lassen.
„Letztes Jahr war hart – ich konnte mich nicht an mein Material gewöhnen“
Der 30-jährige Belgier beschreibt die Saison 2025 als schwierig und von Selbstzweifeln geprägt. Ein Materialwechsel habe sein Spiel empfindlich aus dem Rhythmus gebracht, erklärt De Decker: „Ich hatte gerade mein Material gewechselt und konnte mich einfach nicht an dieses Setup gewöhnen.“
Die WM-Niederlage gegen Munyua – bei der De Decker zunächst mit 2:0 in Führung lag – sei für ihn der emotionale Tiefpunkt gewesen. „Dieses Duell fasst mein Jahr perfekt zusammen“, sagt er rückblickend.
Rückzug aus dem Darts-Kosmos
Nach dem bitteren Ausscheiden habe De Decker sich ausgesprochen schwergetan, mit dem Ergebnis umzugehen. Laut eigenen Angaben habe er sogar:
„die PDC und alle dartsbezogenen Accounts auf Social Media blockiert, weil es zu sehr weh tat, das alles zu sehen.“
Er habe „keine Sekunde der WM geschaut, nachdem ich raus war“, weil der Schmerz zu groß gewesen sei.
Kritik an Publikum und Umfeld
Bereits nach dem Match hatte De Decker in sozialen Medien das Verhalten einiger Zuschauer beim Turnier im Alexandra Palace kritisiert. Während David Munyua frenetisch gefeiert wurde, hätten Buh-Rufe und Pfiffe gegen De Decker für zusätzliche Unruhe gesorgt, berichteten Medien.
Blick nach vorne: Neue Saison, neues Gefühl
Trotz der schwierigen Phase betont De Decker, dass er inzwischen mental und sportlich wieder stabiler unterwegs sei. Die Vorbereitung auf die Saison 2026 läuft „anders, besser, stabiler“, betont er. Mehr Training, mehr Struktur und ein erneutes Vertrauen in sein eigenes Spiel sollen helfen, wieder zu alter Form zurückzufinden.
Die kommende PDC-Saison startet mit den Winmau World Masters, bei denen De Decker einen neuen Anlauf nehmen will, seine Form zu bestätigen und wieder ins Rampenlicht zu finden.






