Der Erfolgslauf von Luke Littler sorgt weiterhin für Diskussionen im Dartsport. Der junge Engländer hat in kurzer Zeit mehrere große Titel gewonnen und zählt bereits zu den dominierenden Spielern auf der PDC-Tour. Doch nicht alle Beobachter führen seinen Erfolg ausschließlich auf seine außergewöhnlichen Fähigkeiten zurück.
Der frühere Profi Vincent van der Voort sieht auch ein Problem bei der Konkurrenz. Seiner Meinung nach treten viele Spieler gegen Littler nicht mit der nötigen Überzeugung an. Wie das englischsprachige Darts-Portal Oche180 berichtet, erklärte van der Voort im Podcast Darts Draait Door, dass einige Rivalen gegen Littler bereits mental geschlagen wirkten, bevor das Match überhaupt beginne.
Kritik an der Einstellung der Gegner
Van der Voort äußerte deutliche Kritik an der mentalen Herangehensweise vieler Profis. Er habe zunehmend das Gefühl, dass manche Spieler gegen Littler nicht ihr bestes Spiel zeigen und dadurch dessen Erfolg zusätzlich begünstigen.
Laut dem Bericht von Oche180 sagte der Niederländer, dass Littler aktuell viele Turniere gewinne, ohne immer sein absolut bestes Niveau zu erreichen. Dennoch gelinge es seinen Gegnern häufig nicht, diese Situationen auszunutzen.
Gerade auf höchstem Niveau erwarte man eigentlich, dass Spieler die kleinsten Schwächen ihrer Gegner sofort bestrafen. Doch genau das passiere gegen Littler derzeit nur selten.
Siege trotz durchschnittlicher Averages
Als Beispiel führte van der Voort ein Turnier an, bei dem Littler erneut den Titel gewann. Dabei spielte der Engländer nicht einmal in allen Matches einen Average über 100 Punkten.
In einer Begegnung gegen Damon Heta lag Littlers Average laut Bericht bei etwa 94 Punkten. Auch in einem weiteren Match gegen Kevin Doets blieb sein Durchschnitt unter der 95-Punkte-Marke.
Trotzdem konnte sich Littler am Ende durchsetzen und das Turnier gewinnen. Für van der Voort zeigt das deutlich, dass die Konkurrenz in diesen Momenten nicht konsequent genug agiere.
Gerwyn Price als positives Beispiel
Als Gegenbeispiel nannte van der Voort unter anderem Gerwyn Price. Der ehemalige Weltmeister gehöre zu den wenigen Spielern, die mit der richtigen Mentalität gegen Littler antreten würden.
Price sei bekannt dafür, jedes Match mit maximalem Ehrgeiz zu bestreiten und sich auch von starken Gegnern nicht einschüchtern zu lassen. Genau diese Einstellung brauche es laut van der Voort, um Littler wirklich herauszufordern.
Littlers Aufstieg verändert die Szene
Der rasante Aufstieg des jungen Engländers hat die Dynamik im Dartsport deutlich verändert. Littler gehört inzwischen zu den gefürchtetsten Spielern der Tour und zieht bei vielen Turnieren enorme Aufmerksamkeit auf sich.
Gerade deshalb erwarten Beobachter, dass die Konkurrenz künftig stärker dagegenhalten muss. Sollte es den Rivalen nicht gelingen, Littler konstant unter Druck zu setzen, könnte seine Dominanz in den kommenden Jahren weiter wachsen.







