Die Diskussion um den historischen Stellenwert von Luke Littler nimmt weiter Fahrt auf. Ex-Profi Matt Edgar vertritt die Meinung, dass der junge Engländer bereits jetzt zu den fünf größten Dartspielern aller Zeiten gezählt werden könne. Eine steile These – die jedoch zeigt, welchen Eindruck Littlers kometenhafter Aufstieg hinterlassen hat.
Seit seinem WM-Triumph und mehreren Major-Erfolgen hat sich Littler in atemberaubendem Tempo in der Weltspitze etabliert. Hohe Averages, enorme Scoring-Power und eine bemerkenswerte Nervenstärke in entscheidenden Momenten haben ihn in kürzester Zeit zu einer der prägendsten Figuren des modernen Darts gemacht. Doch reicht das bereits für einen Platz in den All-Time-Top-5?
Wer gilt als die Größten der Geschichte?
In der Debatte um die größten Dartspieler aller Zeiten fallen regelmäßig dieselben Namen. An erster Stelle steht nahezu unumstritten Phil Taylor, der mit 16 WM-Titeln und jahrzehntelanger Dominanz Maßstäbe gesetzt hat. Auch Michael van Gerwen wird aufgrund seiner langjährigen Weltklasse-Phase und zahlreicher Major-Titel häufig genannt.
Ebenfalls regelmäßig in historischen Rankings vertreten sind Raymond van Barneveld, fünffacher Weltmeister und Wegbereiter des niederländischen Darts-Booms, sowie weitere Mehrfach-Major-Sieger, die über viele Jahre hinweg die Szene geprägt haben.
Gemeinsam ist diesen Legenden vor allem eines: langfristige Dominanz auf höchstem Niveau.
Littlers Sonderfall
Genau hier liegt der Kern der aktuellen Diskussion. Littlers Erfolge sind außergewöhnlich – doch seine Karriere ist noch jung. Während Taylor, van Gerwen oder van Barneveld über ein Jahrzehnt oder länger konstant Titel sammelten, basiert Littlers historische Einordnung bislang auf einer extrem starken, aber vergleichsweise kurzen Phase.
Matt Edgars Aussage ist daher weniger als endgültiges Urteil zu verstehen, sondern als Anerkennung eines außergewöhnlichen Talents. Sollte Littler sein aktuelles Niveau halten und weitere große Titel gewinnen, dürfte sich die Debatte in den kommenden Jahren weiter intensivieren.
Fest steht: Die Diskussion zeigt vor allem eines – Luke Littler ist längst mehr als nur ein Shootingstar. Er ist bereits jetzt Teil einer historischen Einordnung im Dartsport.







