James “The Machine” Wade, einer der erfolgreichsten Dartspieler der Welt, hat sich heute öffentlich dafür eingesetzt, dass im Profidarts deutlich mehr Unterstützung für mentale Gesundheit angeboten wird.
Wade, der seit vielen Jahren offen mit seinem eigenen Kampf gegen bipolar‑bedingte Herausforderungen und ADHD lebt, erklärte, dass viele Spieler mit ähnlichen Problemen keinen verlässlichen Ansprechpartner innerhalb der Professional Darts Players Association (PDPA) hätten. Er fordert deshalb eine aktive, professionelle Betreuung für Spieler, die psychisch unter Druck stehen oder Hilfe benötigen.
„Es braucht echte Hilfe – nicht nur Worte“
Der 42‑jährige Engländer, der seit seiner Diagnose in seinen 20ern mit bipolarer Störung und Aufmerksamkeitsdefizit‑Hyperaktivitätsstörung lebt, betonte, dass gerade Top‑Profis häufig betroffen seien. Viele würden sich ihm anvertrauen, weil sie keine andere verlässliche Anlaufstelle hätten, wenn es mental schwierig wird.
Wade sagte laut „Oche180“: „Wir reden viel über psychische Gesundheit, aber es braucht Menschen und Strukturen, bei denen Spieler sich wirklich sicher fühlen, wenn sie darüber sprechen wollen.“
Er kritisierte, dass die derzeitigen Angebote der PDPA oft zu passiv seien und nicht ausreichend darauf ausgelegt, Spieler in schwierigen Zeiten aktiv zu unterstützen. Stattdessen brauche die Szene einen Ansprechpartner, dem man tatsächlich vertrauen könne.
Eigene Erfahrung als Hintergrund
Wade weiß, wovon er spricht: Seine eigenen Erfahrungen mit mentalen Herausforderungen und auch sein Engagement als Botschafter für mentale Gesundheit haben ihn dazu bewegt, sich für andere starkzumachen.
Mentale Gesundheit wird im Profidarts‑Umfeld seit einigen Jahren stärker thematisiert, auch weil viele Spieler offen über ihren Kampf mit Druck, Erwartungen und öffentlichen Blicken sprechen. Kritiker wie Wade finden jedoch, dass diese Gespräche nicht weit genug gehen und dass es an konkreter Unterstützung fehlt.







