Bogey-Zahlen gehören zu den wichtigsten Grundbegriffen im Darts. Sie beschreiben Restpunkte, die nicht mit drei Darts ausgecheckt werden können. Ein Spieler kann ein Leg aus diesen Punkteständen also nicht direkt beenden – selbst dann nicht, wenn alle Würfe perfekt sitzen.
Gerade im modernen Profidarts spielt dieses Wissen eine zentrale Rolle, weil strategisches Scoring darüber entscheidet, ob ein Spieler ein Leg schnell beendet oder seinem Gegner zusätzliche Chancen gibt.
Was sind Bogey-Zahlen?
Im Darts liegt das höchste mögliche Finish bei 170 Punkten (Triple 20, Triple 20, Bullseye). Jeder Restwert darüber ist automatisch kein direktes Checkout.
Doch auch einige Punktestände unter 170 sind problematisch, weil sie sich rechnerisch nicht mit drei Darts beenden lassen. Diese Werte werden als Bogey-Zahlen bezeichnet.
Typische Merkmale:
- kein direktes Finish möglich
- zusätzliche Aufnahme erforderlich
- Setup-Wurf notwendig
- taktisch ungünstige Position
Typische Bogey-Zahlen im Überblick
Zu den bekanntesten Bogey-Zahlen zählen:
- 169
- 168
- 166
- 165
- 163
- 162
- 159
Diese Punktestände lassen keine klassische Drei-Dart-Kombination auf ein Double zu.
Beispiel:
Ein Spieler steht auf 169 Punkte. Selbst mit zwei Treffern in der Triple 20 bleiben 49 Punkte Rest. Ein direktes Checkout ist damit ausgeschlossen.
Warum Bogey-Zahlen problematisch sind
Bogey-Zahlen beeinflussen das Spiel stärker, als es auf den ersten Blick wirkt. Sie zwingen Spieler dazu, eine zusätzliche Aufnahme einzuplanen – und genau das kann in engen Matches entscheidend sein.
Mögliche Folgen:
- Gegner erhält eine zusätzliche Chance
- Drucksituationen entstehen
- Rhythmus kann verloren gehen
- Matchverlauf kippt
Gerade auf Profi-Niveau entscheiden solche Details regelmäßig über Sieg oder Niederlage.
Strategischer Umgang im Profidarts
Topspieler versuchen gezielt, Bogey-Zahlen zu vermeiden. Beim Scoring achten sie darauf, Restpunkte so zu spielen, dass ein Checkout möglich bleibt.
Typische Zielbereiche sind:
- 170
- 167
- 164
- 161
- 160
Diese Werte erlauben ein Finish mit maximal drei Darts.
Das bedeutet:
Scoring ist nicht nur „hoch werfen“, sondern bewusstes Rechnen und Planen.

Unterschied zwischen Bogey-Zahlen und Finish-Zahlen
Nicht jede hohe Restpunktzahl ist automatisch ungünstig.
Finish-Zahlen:
- direkt auscheckbar
- klare Wurfrouten
- maximal drei Darts
Bogey-Zahlen:
- kein direktes Finish möglich
- Setup notwendig
- strategischer Nachteil
Der Unterschied liegt also darin, ob ein Spieler das Leg sofort beenden kann oder nicht.
Bedeutung für Anfänger und Profis
Für Anfänger sind Bogey-Zahlen oft schwer nachvollziehbar, weil sie sich zunächst auf das Treffen der Scheibe konzentrieren. Mit wachsender Erfahrung wird jedoch klar, dass Restpunktmanagement ein zentraler Bestandteil des Spiels ist.
Profis denken bei jedem Wurf:
- Wo will ich stehen?
- Welche Zahl erlaubt ein Finish?
- Welche Bogey-Zahl muss ich vermeiden?
Dieses strategische Denken macht den Unterschied zwischen Hobbyspielern und Turnierspielern.
Rolle in Matches und Turnieren
Bogey-Zahlen entscheiden besonders häufig:
- in engen Legs
- bei Matchdarts
- in Finalphasen
- unter Druck
Ein Spieler, der sich auf eine ungünstige Zahl stellt, muss oft einen zusätzlichen Setup-Wurf spielen – während der Gegner möglicherweise bereits auf ein Double werfen kann.
Bogey-Zahlen als Teil der Spielintelligenz
Im modernen Darts gilt das Restpunktmanagement als Zeichen von Spielintelligenz. Spieler lernen früh:
- Zahlen vorauszudenken
- Finish-Wege zu planen
- ungünstige Reststände zu vermeiden
Gerade bei Floor-Turnieren und Major-Events zeigt sich, wie wichtig dieses Wissen ist.
Fazit: Kleine Zahlen, große Wirkung
Bogey-Zahlen wirken unscheinbar, sind aber ein zentraler Bestandteil des Dartsports. Sie entscheiden darüber, ob ein Spieler ein Leg direkt beenden kann oder eine zusätzliche Aufnahme benötigt.
Wer Bogey-Zahlen versteht und vermeidet, verbessert automatisch:
- seine Spielplanung
- seine Chancen auf Checkouts
- seine Matchstabilität
Damit gehören sie zu den grundlegenden Konzepten, die jeder Dartspieler kennen sollte.







