Die PDC Order of Merit ist gnadenlos: Preisgeld aus den letzten zwei Jahren entscheidet über Setzlisten, Turnierstarts und im Extremfall sogar über den Erhalt der Tourcard. Genau dieses System sorgt aktuell dafür, dass selbst große Namen wie Michael van Gerwen und Peter Wright vor einem spürbaren Absturz in der Weltrangliste stehen – während Spieler wie Dimitri Van den Bergh und Gabriel Clemens plötzlich um ihre sportliche Zukunft bangen müssen.
Van Gerwen: Der Mythos bröckelt – zumindest im Ranking
Michael van Gerwen gehört sportlich weiterhin zur absoluten Weltspitze, doch ein Blick auf die Rangliste zeigt: 2026 wird für den Niederländer ein kritisches Jahr.
Warum droht van Gerwen ein Absturz?
- Hohe Preisgelder aus starken Vorjahren laufen aus der Wertung
- Weniger tiefe Runs bei Major-Turnieren
- Große Erfolge müssen verteidigt oder übertroffen werden
Van Gerwen profitiert zwar weiterhin von konstanten Ergebnissen, doch ohne einen großen Titel oder mehrere Major-Finals kann er deutlich an Boden verlieren – selbst ohne sportliche Krise.
Wichtig: Ein Ranglistenabsturz bedeutet nicht Leistungsabfall, sondern ist eine reine Konsequenz des Systems.
Peter Wright: Zwischen Formkrise und Ranglistenrealität
Noch prekärer ist die Lage bei Peter Wright. Der zweifache Weltmeister kämpft seit Monaten mit:
- schwankender Form
- häufigen Materialwechseln
- frühen Turnierausgängen
Die Folgen:
- Große Preisgeldsummen aus der Vergangenheit fallen bald aus dem Ranking
- Wenige Ersatzpunkte durch aktuelle Erfolge
- Gefahr, in der Setzliste massiv abzurutschen
Für Wright geht es weniger um die Tourcard, sondern um Status, Startpositionen und Einladungen – ein deutlicher Unterschied.
Van den Bergh: Plötzlich unter Druck
Dimitri Van den Bergh galt lange als sicherer Top-16-Spieler. Doch genau diese Zeit wirkt sich nun negativ aus:
Erfolge aus früheren Jahren laufen aus, während neue Highlights bislang fehlen.
Das Problem:
- Kaum tiefe Major-Runs
- Wenig Preisgeld-Zuwachs
- Abhängigkeit von einzelnen Turnieren
Bleibt der sportliche Durchbruch aus, könnte Van den Bergh in einen gefährlichen Ranglistenbereich rutschen – inklusive verpasster Major-Qualifikationen.
Gabriel Clemens: Tourcard in echter Gefahr?
Am kritischsten ist die Situation bei Gabriel Clemens. Der Deutsche lebt aktuell stark von Preisgeld aus der Vergangenheit – insbesondere von einzelnen Ausreißer-Ergebnissen.
Die Realität:
- Kaum konstante Runs auf der Pro Tour
- Geringe Punktesammlung
- Direkter Kampf mit vielen Spielern im unteren Mittelfeld
Anders als bei Van Gerwen oder Wright geht es für Clemens nicht um Prestige, sondern um die sportliche Existenz auf der PDC-Tour.
Ohne deutliche Leistungssteigerung droht der Gang in die Q-School.
Warum die Order of Merit so brutal ist
Das System sorgt bewusst für Druck:
- Nur aktuelle Leistung zählt
- Namen und Vergangenheit sind irrelevant
- Jeder Spieler startet faktisch alle zwei Jahre neu
Gerade deshalb entstehen immer wieder Situationen, in denen:
- Legenden abrutschen
- Etablierte Profis kämpfen
- Außenseiter aufsteigen
Vergleich der Situationen
| Spieler | Risiko | Hauptproblem |
|---|---|---|
| Van Gerwen | mittel | hohe Preisgeld-Verteidigung |
| Peter Wright | hoch | Form + auslaufende Erfolge |
| Van den Bergh | steigend | fehlende neue Top-Runs |
| Clemens | sehr hoch | mangelnde Konstanz |
Fazit: Rangliste ≠ Leistung
Die aktuelle Entwicklung zeigt eindrucksvoll:
- Ein Ranglistenabsturz bedeutet keine sportliche Krise
- Er zeigt vielmehr, wer in den letzten zwei Jahren geliefert hat
- Das System ist fair – aber kompromisslos
Für Fans ist das unbequem, für den Sport jedoch essenziell:
Stillstand wird bestraft, Entwicklung belohnt.







